
Seit einigen Tagen spüre ich einen starken inneren Wunsch, mich noch tiefer mit meiner Seelenaufgabe zu verbinden. Spürst du das auch?
Da ist dieser tiefe Wunsch, alles, das nicht meiner inneren Wahrheit entspricht, aus meinem Leben zu entlassen – und mich auf das Wesentliche, Ursprüngliche, das wirklich Wichtige und für mich Wahre in meinem Leben zu besinnen. Ich spüre klar: Ich will mein Leben nicht länger vergeuden mit Dingen, die mich von mir wegziehen.
Denn die Zeit hier ist zu kostbar … und sie geht so schnell vorbei …
Vielleicht geht es dir ja momentan ähnlich?
Seitdem ich Mama eines kleinen Sohnes bin, wird mir bewusster denn je, wie wichtig es ist, geerdet zu sein, ganz in meiner Mitte zu sein, innerlich stabil und bei mir zu sein.
Ich will präsent sein.
Mein Sohn hat für mich diesen Anker in meinem Leben gesetzt. Er ist für mich wie ein Leuchtturm, der mich daran erinnert, das nichts wichtiger ist als die Verbindung mit mir selbst und das Leben im Hier und Jetzt.
Denn was bleibt eines Tages?
Sind es nicht die Momente, die wir in Liebe, in Verbundenheit verbracht haben? Die Momente, in denen wir unsere Wärme, Nähe und Liebe mit den Menschen verbracht haben, die wir am meisten lieben? Die Momente, in denen wir wirklich präsent waren?
Diese Einsicht ist momentan sehr gegenwärtig in mir und drängt mich förmlich dazu, mein Leben und die Dinge, die ich täglich tue, neu auszurichten.
Das bedeutet für mich auch, dass ich mehr Inhalte mit Qualität und Tiefe erschaffen möchte. Inhalte, die aus einem Ort der inneren Weite, Ruhe, Freude und Verbindung kommen. Anstatt aus innerem Druck, nur, weil ein Algorithmus das so will.
Instagram war für mich jahrelang so eine Hass-Liebe.
Ich bin einerseits unglaublich dankbar für die Menschen, die durch diese Plattform in mein Leben kamen und die ich in der Zeit als ich noch 2019 Mentorings angeboten hatte auf ihrem Herzensweg begleiten durfte. Doch als ich 2024 meinen Account neu aufbaute, war Instagram nicht mehr dieser Raum für mich, der er mal war.
Ich hatte gehofft, auf dieser Plattform wieder einen Raum für so eine Herzenscommunity erschaffen zu können, wie das vor 7 Jahren der Fall war. Ein Raum, in dem gleichgesinnte Menschen ihre Sehnsüchte, ihre Träume, ihre Verletzlichkeit und Liebe miteinander teilen.
Aber ich musste einfach einsehen, dass ich nicht mehr derselbe Mensch bin wie vor 7 Jahren. Meine Energie ist heute eine andere. Eigentlich dachte ich, nach 7 Jahren weiterer Lebenserfahrung müsste es doch noch leichter sein, erneut so einen Raum zu erschaffen und eine Community aufzubauen.
Aber ganz ehrlich? Es fiel mir noch nie schwerer, sichtbar zu sein als jetzt.
Man könnte meinen, dass wir mit den Jahren irgendwie „selbstbewusster“, „selbstsicherer“, „resilienter“, „gelassener“ werden. Das dachte ich zumindest lange. Du auch?
Aber meine Wahrheit ist:
Wir werden bewusster. Verantwortungsbewusster über unsere Handlungen. Über unser Wirken. Über die Auswirkungen unseres Wirkens. Wir machen uns mehr Gedanken darüber, was unsere Kinder vielleicht eines Tages davon halten, wenn wir uns heute „so“ in den sozialen Medien zeigen.
Wir fragen uns häufiger: Ist das, was wir da sagen und tun, auch richtig und wahr? Oder könnte es vielleicht auch jemandem schaden, der oder die die Dinge einfach anders sieht und versteht.
Ich habe mir in den vier Monaten, in denen ich auf Instagram fast täglich aktiv war, sehr oft diese Fragen gestellt.
Ich wollte es einfach richtig machen. Ich wollte das Richtige sagen. Ich wollte, dass es richtig verstanden wird…
Und ich wollte vor allem eines: Nicht noch so ein weiterer Kanal sein, der über Nervensystem-Regulation spricht, obwohl in Wahrheit (ich glaube für sehr, sehr viele Menschen) allein die Tatsache, noch einen weiteren Beitrag auf Instagram zu lesen, schon eine Dysregulation ist.
Ich glaube, viele von uns sind einfach nur noch müde.
Müde von Selbstoptimierung.
Müde von all den Zitaten, Inspirationen, Motivationen und klugen Ratschlägen, die letztendlich nur dazu führen, dass man sich am Ende noch ausgelaugter fühlt und denkt, irgendwie anders sein zu müssen. Regulierter..ruhiger..integerer..größer..
Für mich besteht Regulation nicht darin, dass ich einen Beitrag darüber lese, wie ich mich reguliere – sondern darin, dass ich erst gar nicht mein Handy in der Hand halte und etwas darüber lese, wie ich mein Handy nicht in der Hand halten sollte.
Fühlst du das auch?
Klar – es gibt super viele sehr wertvolle und nährende Inhalte in der Onlinewelt. Und manchmal tun sie auch genau das, was sie sollen: Regulieren. Ich kann hier aber nur aus meiner Wahrheit heraus sprechen und ich muss sagen, dass die größte Regulation für mich war, mich einfach komplett aus der Plattform herauszunehmen.
Das ist auch einer der Gründe, warum ich nicht mehr auf Instagram aktiv sein möchte. Zumindest zurzeit nicht… Ich denke, die Menschen, die sich mit mir und meiner Arbeit verbunden fühlen, werden mich auch über andere Wege erreichen. Zum Beispiel über meinen Blog oder meinen YouTube-Kanal.
Wie geht es dir zurzeit? Was bewegt dich gerade wirklich? Und wohin bewegt es dich?
Vielleicht spürst du auch dieses starke innere Drängen, dich mit deiner Seelenaufgabe zu verbinden. Vielleicht strebst du nach einer neuen Identität deiner Selbst, die du schon längst in dir spürst, aber noch nicht ganz verkörperst…Vielleicht sehnst du dich auch wieder nach mehr Leichtigkeit, nach Vertrauen in deinen Weg, nach einer tiefgreifenden Veränderung in deinem Leben…
Ich glaube, dass wir manchmal die größten und besten Antworten auf unsere Fragen erhalten, wenn wir uns wieder auf das JETZT besinnen.
… Wenn wir unsere Gedanken, wie etwas funktionieren sollte, beiseite schieben und uns mit etwas anderem beschäftigen.
… Wenn wir all diese Dinge, die wir für SO wichtig in unserem Leben halten, mal kurz nicht mehr so wichtig nehmen und sie ruhen lassen.
Denn manchmal ist vielleicht auch etwas ganz anderes für uns vorgesehen, als wir dachten. Und sehr oft ist dieses andere sehr viel größer als wir dachten.
Eigentlich sollte ich es bereits wissen.
Schließlich ist mir genau das schon so oft passiert: Dass ich dachte, das WIE zu kennen; meinen Weg zu kennen – und dann kam plötzlich das Leben dazwischen. Und sicherlich kennst du das auch, wenn du über 30 bist.
Und doch passiert es mir so oft wieder, dass ich am Wie festhalte und mich verrenne und manchmal auch ganz schön verbissen werde in meinem Tun.
Ich glaube, ich muss nicht mehr viel sagen… ich glaube, das Gefühl, das zum Ausdruck gebracht werden wollte, hat sich durch die Worte hier ausreichend zum Ausdruck gebracht:-)…
Ich will diese Worte und diesen inneren Prozess mit dir teilen, um dir zu zeigen, dass du nicht alleine bist. Wenn du gerade an einer Schwelle stehst, in der du spürst, dass sich etwas auflöst, etwas neu wird, etwas ganz anders sein darf als es bisher war, dann sind diese Worte für dich. Vielleicht geben sie dem Unsichtbaren einen Namen.
Denn ich persönlich finde genau das oft so heilsam:
Wenn jemand über die Dinge spricht, die ich selbst noch nicht klar in mir benennen kann. Dann merke ich, dass ich doch gar nicht so alleine damit bin – und dass all das, was ich gerade fühle, in all seiner Komplexität, doch seine Berechtigung und irgendwie doch einen Platz in dieser ganzen Ordnung hat.
Und vielleicht möchtest du die folgenden Fragen für dich mitnehmen:


