
Dieser Artikel ist aus einem Video entstanden, das ich heute aufgenommen habe als ich mit meinem Hund spazieren war. Ich habe es transkribiert und daraus diesen Text gemacht, weil ich finde, dass diese Worte es wert sind, langsam gelesen und reflektiert zu werden …
Ich möchte heute mit dir teilen, was wirklich der eine Schlüssel war, der mir geholfen hat, mein Leben von Grund auf zu verändern.
Wenn du meine Videos auf YouTube kennst, dann weißt du bereits: Ich bin eine Frau, die viele Jahre ein Leben geführt hat, das nicht ihres war. Über zehn Jahre lang habe ich mich gefangen gefühlt – in Jobs, die mir keinen Spaß gemacht haben, mit nie genügend Geld am Ende des Monats, mit knapp 30 Tagen Urlaub im Jahr, um meine Familie in Kroatien zu besuchen. Um in diesen 30 Tagen wirklich zu leben, zu lieben, mit meinen Liebsten Zeit zu verbringen…
Und ich dachte immer: Das kann doch nicht alles sein. Es muss mehr im Leben geben!
Tief in mir habe ich gespürt, dass da mehr sein muss. Dass etwas Größeres existieren muss. Dass es nicht das sein kann, wofür wir wirklich bestimmt sind – diese Zustände von echter Freude, Verbindung und Liebe, nur 30 Tage im Jahr zu erleben.
Ich wollte nicht länger daran glauben, dass das die Wahrheit ist.
Ich wollte anfangen daran zu glauben, dass der Sinn des Lebens die Freude ist. Die Liebe. Die echten Momente. Die wahre Verbindung. Die Momente, in denen wir lachen, in denen wir einander einfach die Energie der Liebe schenken – Wertschätzung, Achtung, Nähe, Wahrheit.
Ich wollte anfangen daran zu glauben, dass wir es wert sind, diese Momente nicht nur im Urlaub oder an den Wochenenden – sondern jeden Tag zu leben.
Denn: Sind es nicht schließlich genau diese Momente, die das Leben lebenswert machen?
Ich war damals seit ungefähr elf Monaten in Vollzeit angestellt und hatte wieder dieses Gefühl – dieses Gefühl des Gefangenseins. Ich wusste: Wenn ich mir einen neuen Job suche, werde ich mich dort genauso fühlen. Und ich hatte nicht die Mittel, um von außen einfach ein komplett neues Leben zu starten.
Ich habe mich ziemlich ausweglos gefühlt.
Und genau in diesem Moment dachte ich mir: Wenn ich im Außen keine Mittel habe, um mein Leben zu verändern – und wenn es wahr ist, was so viele spirituelle Ansätze sagen, dass wir der Freude wert sind, dass wir Liebe sind – dann will ich jetzt, dass mir das Leben das beweist.
Ich wollte mich anhand eigener Erfahrungen selbst davon überzeugen.
Ich habe angefangen daran zu glauben, dass dort, wo die meiste Freude ist, die meiste Wahrheit ist.
Und das habe ich ganz real umgesetzt:
Ich habe mir einen Stift genommen, ein Blatt Papier, und aufgeschrieben, wie mein ideales Leben aussehen würde. Ich habe mich wirklich reingefühlt.
Wie würde ein Leben in Freude für mich aussehen?
Ich würde aufstehen in Vorfreude auf den Tag. Ich würde meine Berufung leben. Ich würde die Liebe meines Lebens heiraten. Ich wäre frei – würde selbst bestimmen, wo ich meinen Körper hinbewege, wie ich meinen Tag gestalte, wann und wie ich arbeite. Ich würde absolute innere Freiheit empfinden…
Ich habe mir die höchste Vision erlaubt, die mein Verstand nur fähig war zu träumen. Alle Glaubenssätze – ja aber, was wenn, wie soll das gehen – habe ich weggestrichen.
Wenn alles möglich wäre, wie würde mein Leben dann aussehen?
Während ich das aufgeschrieben habe, liefen mir die Tränen. Vor Freude. Weil mich die Vorstellung, so ein Leben zu führen, so sehr berührt hatte. Und gleichzeitig sah mein reales Leben im Außen noch ganz anders aus…
Im zweiten Schritt habe ich bewusst entschieden: Das ist meine Wahrheit. Und nichts anderes mehr.
Das bedeutete auch, dass ich im Alltag – obwohl ich noch im Job war, obwohl ich mich mit dem Arbeitsamt rumschlagen musste – immer wieder in mich reingefühlt habe. Ich habe versucht, den höchsten Gedanken zu finden, den ich in der jeweiligen Situation denken konnte.
Als ich zum Arbeitsamt musste, habe ich mir vorgestellt: Ich treffe dort nicht irgendeinen Sachbearbeiter, der mir Probleme macht. Ich treffe dort meine Verbündete, die mir helfen wird auf meinem Weg.
Und weißt du was? Genau das ist passiert.
Der Sachbearbeiter hat mich in ein sechsmonatiges Coaching-Programm angemeldet. Und dort habe ich tatsächlich meine Verbündete getroffen – jemanden, der mich ermutigt hat, an meine innere Freude zu glauben und wirklich meinen Weg zu gehen. Mit der ich heute noch befreundet bin. (Anja, du bist gemeint, wenn du das liest – danke – und fühl dich umarmt)
Ich habe mich getraut, meine Selbstständigkeit anzumelden. Ich habe angefangen, als Freelance-Texterin zu arbeiten – weil Schreiben mir Freude machte. Dann brauchte ich eine Website, also habe ich angefangen, YouTube-Tutorials anzuschauen. Und plötzlich merkte ich: Webdesign macht mir auch Spaß.
Und mir wurde immer mehr bewusst:
Wenn wir beginnen, unserer Freude zu folgen, räumt das Universum den Weg frei, damit wir noch mehr unserer Freude folgen können.
Aus meinen Texterin- und Webdesign-Kenntnissen habe ich Mentorings aufgebaut. Ich habe Menschen geholfen, mit ihrer Herzensaufgabe sichtbar zu werden. Und so bin ich Coach geworden.
Mein Leben hat sich nicht mehr nach Gefangenschaft angefühlt – sondern immer mehr nach Freiheit. Nach genau den Dingen, die ich nur wenige Monate zuvor auf dieses Blatt Papier geschrieben hatte.
Dann kam mein Seelenpartner in mein Leben. Heute sind wir verheiratet und leben gemeinsam an dem Ort in Naturnähe, der auch Teil meiner Vision war.
Alles hat sich verändert – und das alles in einem Zeitraum von etwa 30 Tagen, in dem sich die entscheidenden Weichen gestellt haben.
Die eine Sache, die mein Vertrauen für immer gestärkt hat, ist diese Erkenntnis:
Das Leben hatte mich damals nur deshalb in diese Umstände geschickt, weil ich nicht meiner eigenen Freude gefolgt bin. Weil ich nicht auf meine innere Stimme gehört habe. Weil ich dachte, ich müsste nach fremden Erwartungen leben. Weil ich dachte, ich müsste mein Inneres bekämpfen, um im Außen dazuzugehören.
Heute weiß ich: Ich werde mich nie wieder in einem Job gefangen fühlen. Weil ich weiß – die innere Freude ist meine höchste Wahrheit – und sie weist mir den Weg in das Leben, das FÜR MICH ist.
Wenn du gerade in einem Job feststeckst, der dich einengt. In einer Beziehung, die sich nicht richtig anfühlt. In einem Leben, das sich nicht wie deins anfühlt. Vielleicht ist das nicht deine Wahrheit. Vielleicht ist es nur das Ergebnis davon, dass du deiner inneren Freude noch nicht gefolgt bist.
Denn was ich erfahren habe – und wirklich glaube – ist das: Wenn du anfängst, deiner inneren Freude zu folgen, egal wie deine äußeren Umstände gerade aussehen, dann beginnt das Leben sich langsam in eine Richtung zu bewegen, die sich mehr nach dir anfühlt. Nach deiner Wahrheit. Nach dem Leben, das deines ist.
Es muss nicht perfekt sein. Es muss nicht sofort alles klappen. Und wenn du keine Zeit hast, etwas aktiv im Außen zu verändern, dann kann der erste Schritt bereits ein Gedanke sein – ein einziger Gedanke, der dir ein bisschen Erleichterung verschafft.
Und dann folgt ein weiterer Gedanke. Es ist wie mit den Dominosteinen. Ein Gedanke löst das Momentum aus. Und unsere Aufgabe ist es dann, dieses Momentum so lange wie möglich zu auszuschöpfen und auf dieser Welle zu reiten.
Und wenn die Welle vorbei ist, dann ist das auch ok. Dann kommt wieder eine Phase ohne Surfen. Aber wenn die Welle wieder kommt, dann surfe auf ihr so lange du kannst – indem du sie mit weiteren Gedanken und Aktivitäten nährst, die dir Freude bereiten.
Auch wenn du gerade nicht weißt, was dir in deinem Leben Freude macht – fang mit einem Gedanken an. Einem Gedanken, der dir auch nur einen Hauch von Erleichterung verschafft. Zum Beispiel:
Ich bin es wert, Momente der Freude in meinem Leben zu erleben.
Spürst du, wie sich dabei etwas in dir lockert? Dann geh noch einen Schritt weiter:
Ich glaube, ich bin es wert, noch heute einen Moment der Freude zu erfahren.
Ich glaube, ich bin es wert, mehr Gedanken in mein Leben zu ziehen, die mir Leichtigkeit bringen.
Es beginnt wirklich mit deinem Denken. Du erlebst das, woran du glaubst.
Und du kannst entscheiden, neu zu denken – und das zu glauben, wovon du träumst. Wie heißt es so schön… Es reicht schon der Glaube eines Senfkorns, um Berge zu versetzen.
Wenn du tiefer eintauchen möchtest – die Affirmationen von Louise Hay oder die Bücher von Wayne Dyer sind wunderbare Begleiter auf diesem Weg.
Ich wünsche dir einen wundervollen Tag – und wenn du möchtest, dann hinterlasse mir einen Kommentar, wie für dich heute ein Schritt in Richtung deiner inneren Freude aussieht?
Marta


